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I am in love - 5 Gedanken zu mehr Selbstliebe im Alltag.

Aktualisiert: 27. März

Selbstliebe. Was für ein großes Thema... Abgesehen davon, dass wir vermutlich alle mit Sprüchen wie "Eigenlob stinkt" und "Der Esel nennt sich selbst zuerst" Selbstliebe nicht gerade in die Wiege gelegt bekommen haben, hat die inflationäre Verwendung dieses Begriffes in Werbeanzeigen für Damenrasierer und Artikeln mit Schminktips in Modemagazinen unsere Affinität zur Selbstliebe wohl auch eher nicht bestärkt.


Das ist nicht nur schade, sondern steht uns auf unserem Weg hin zu einem erfüllten, stimmigen und sich rundum richtig anfühlenden Leben ziemlich im Weg. Selbstliebe ist, wie ich finde, das Fundament für unseren Umgang mit uns selbst.


Selbstliebe ist das Fundament für unseren Umgang mit uns selbst


Gleichzeitig ist Selbstliebe ein Feld, in dem sich leider die wenigsten rundum zuhause fühlen. Sich vor den Ganzkörperspiegel stellen - am besten auch noch nackt - und sich ein inbrünstiges, von Herzen kommendes "Ich liebe mich." entgegenschmettern, gehört wohl für nicht viele Menschen zur täglichen Routine.


Und wenn wir eben nicht zu diesen Menschen gehören, fühlen wir uns in Sachen Selbstliebe als Total-Versager*innen.


Dabei muss Selbstliebe gar nicht wie ein in allen Farben des Regenbogens glitzerndes, bombastisches Feuerwerk zum Hafengeburtstag abgefeuert werden. Selbstliebe darf auch mit leisen Trippelschritten daherkommen.


Frau formt mit ihren Händen ein Herz.

Ich finde es wichtig, dass wir unser Augenmerk darauf lenken, wo sich in unserem täglichen Tun schon Spuren von Selbstliebe finden, denn dann haben wir etwas, auf das wir aufbauen können. Und weiter: dass wir erkennen, es muss nicht ein "Ich liebe mich über alles" sein, sondern auch ein "Ich bin ganz ok" ist ein Zeichen von Selbstliebe.


Selbstliebe darf auf leisen Füßen daherkommen


Egal, wo wir uns im Spektrum der Selbstliebe befinden, sie ist das A und O dafür, dass wir uns erlauben, unser Leben so zu gestalten, dass es uns erfüllt.


Ohne Liebe für das Selbst, ohne Liebe für uns selbst, wird immer anderes, werden immer andere wichtiger sein. Werden wir unsere Bedürfnisse immer denen der anderen unterordnen, sofern wir sie überhaupt wahrnehmen. Werden wir immer die Verwirklichung unserer Träume hinten anstellen, sofern wir sie überhaupt kennen.


Auch das fängt schon im ganz Kleinen an: Lasse ich mich wirklich direkt auf ein ausgedehntes Telefonat mit der Kollegin ein, die ein Frage hat, oder ich erlaube ich mir, ihr zu sagen, dass ich sie gleich zurück rufen, weil ich erst einmal ein Glas Wasser brauche? Gehe ich wirklich wieder mit in die Pizzeria, obwohl Pizza und Pasta mir schwer im Magen liegen, oder sage ich, dass ich dieses Mal gerne zum Vietnamesen gehen möchte?


Für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche einstehen, die großen wie die kleinen, anderen gegenüber, aber auch sich selbst gegenüber, das ist schon ein Akt von Selbstliebe. Chancen dafür, finden sich im Alltag unzählige.


5 Gedanken zu mehr Selbstliebe im Alltag:


  1. Grundbedürfnisse wahrnehmen: Regelmäßig halte inne und spüre, fühle, nimm wahr. Bin ich hungrig oder durstig? Möchte ich mich mal recken und strecken oder brauche ich ein paar Atemzüge frische Luft? Viele dieser Bedürfnisse lassen sich direkt erfüllen. Erlaube Dir das.

  2. Bedürfnisse äußern: Deine beste Freundin möchte beim gemeinsamen Kinobesuch einen Thriller sehen, aber Du kannst dann nicht gut schlafen? Dein Kollege will für Euer Lunchtermin ins Burger-Restaurant, aber Du bekommst davon Bauchschmerzen? Dann sag' es. Trau Dich.

  3. Nachsichtig sein: Du hattest eigentlich vor, nach der Arbeit, einkaufen zu gehen, aber Du bist hundemüde und möchtest einfach nur ins Bett? Auf Deinem ToDo-Zettel steht schon seit Wochen, dass der Dachboden ausgemistet werden muss, aber Du brauchst Deine freien Wochenenden, um Dich auszuruhen? Go for it. Du bist keine Maschine.

  4. Wohlwollend mit Dir sprechen: Du schaust in den Spiegel und denkst Dir, dass die Hose auch schon mal besser saß? Du liest Dir die E-Mail an Deinen Kunden durch und wünschst Dir, sie würde mehr von Eloquenz und Präzision zeugen? Anstatt auf den vermeintlichen Fehlern herumzureiten, suche einen Aspekt in diesem Kontext, den Du gut findest und sage Dir dies - leise im Inneren oder laut im Spiegel.

  5. Liebevoll mit Dir sein: Zählst Du auch manchmal die grauen Haare oder reißt sie gar aus? Kneifst Du in Bauchspeckröllchen oder zerrst Stirnrunzeln glatt? Anstatt Deinen Körper zu malträtieren, sei liebevoll zu ihm, liebevoll zu Dir. Streichele Dir über die Haare oder creme Bauch und Gesicht mit besonders wohltuenden Bewegungen ein.


Und überhaupt: Fragen Dich immer wieder, womit Du Dir jetzt gerade Gutes tun und so einen Akt der Selbstliebe leisten kannst.


Fällt Selbstliebe Dir schwer? Lerne mit mir an Deiner Seite, Dich selbst zu lieben.






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